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Wie muss ich vorgehen, wenn ich mich von einem Kurs, zu dem ich die Dienstvoranzeige oder sogar schon das Aufgebot erhalten habe, dispensieren lassen möchte?

Schreiben sie bitte ein Dispensationsgesuch (Sie selber müssen es schreiben, Briefe des Arbeitgebers gelten nur als allfällige Bestätigung) und senden Sie das Gesuch an die aufbietende Stelle:

ZSO Uster

Sie werden möglichst bald von uns eine Antwort erhalten. Übrigens! Wenn sie das Gesuch per Mail schicken, ersparen sie uns viel Arbeit und helfen auch noch mit, die Kosten zu senken.

Wichtig: Solange die Dispensation nicht schriftlich bewilligt wurde bleibt die Einrückungspflicht weiter bestehen.

 

Wer muss Zivilschutz leisten?

In den Zivilschutz eingeteilt wird, wer an der Rekrutierung, welche gemeinsam mit der Armee durchgeführt wird, für zivilschutztauglich befunden wurde. Diese Pflicht dauert neu bis zum 40. Altersjahr. Die Schutzdienstpflicht beginnt mit dem Jahr, in dem die Pflichtigen 20 Jahre alt werden, und dauert bis zum Ende des Jahres, in dem sie 40 Jahr alt werden. Der Bundesrat kann die Schutzdienstpflicht für den Fall eines bewaffneten Konflikts erhöhen. 

 

Was muss ich tun, wenn ich ins Ausland verreisen möchte?

Wenn sie für längere Zeit (mehr als 3 Monate) ins Ausland verreisen möchten, dann melden sie sich bitte bei der Einwohnerkontrolle Ihrer Wohngemeinde ab und schicken ihr Dienstbüchlein an:

ZSO Uster

Wir tragen ihren Auslandaufenthalt in unser System ein und sie erhalten keine Voranzeigen oder Aufgebote für diese Zeit!

Wenn sie wieder zurück sind, dann melden sie sich bitte wieder bei der Einwohnerkontrolle Ihrer Wohngemeinde zurück. Sobald wir von der Einwohnerkontrolle die Meldung erhalten, dass sie wieder hier sind, senden wir ihnen das Büchlein zu und teilen sie wieder ein.

 

Wie hoch ist der Wehrpflichtersatz ab 2004?

Ab 2004 muss noch bis zum 30. Altersjahr Wehrpflichtersatz bezahlt werden. Diese Abgabe beträgt pro Jahr 3% des steuerbaren Einkommens (min. 200 Franken).


Bisher wurde pro Diensttag 10% vom Wehrpflichtersatz abgezogen - was sieht die Neuregelung vor?

Wer Zivilschutz leistet, hat einen reduzierten Wehrpflichtersatz zu bezahlen. Ab Januar 2004 werden pro Diensttag 4% vom Wehrpflichtersatz abgezogen. Um die Ersatzabgabe nicht bezahlen zu müssen, hätte ein Angehöriger des Zivilschutzes theoretisch in einem Jahr 25 Diensttage zu leisten.

 

Bis wann erhalte ich die Dienstanzeigen für das kommende Jahr?

Am 15. November werden die persönlichen Anlasseinteilungen (Dienstanzeige) für das Folgejahr durch die Zivilschutzstelle Uster an die Angehörigen des Zivilschutzes (AdZS) per Post bekanntgegeben.

Sollte aus irgendwelchen Gründen der AdZS in den nachfolgenden vier Wochen, bis zum 15. Dezember noch keine Informationen dazu erhalten haben, ist er verpflichtet, sich umgehend bei der Zivilschutzstelle Uster zu melden um diese Daten einzuholen.

 

Unterschied zwischen Dienstverschiebung und Urlaub?

Bei einer Dienstverschiebung wird der AdZS von der Zivilschutzstelle Uster für den betreffenden Dienst dispensiert.

Nur die Zivilschutzstelle kann als aufbietende Stelle diese Dispensation vornehmen.

Bei einem Urlaub versteht man eine kurze Abwesenheit während des Dienstanlasses. Das Erteilen von Urlaub liegt deshalb im Ermessen des jeweiligen Dienstanlassleiters.


Was passiert, wenn ich unentschuldigt nicht zu einem Anlass einrücke oder zu spät erscheine?

Die schutzdienstpflichtige Person muss eine schriftliche Stellungnahme an die ZSO Uster einreichen und begründen, warum er nicht oder zu spät zum Dienstanlass erschienen ist. Der Kommandant entscheidet über diese Angelegenheit. Wenn die Gründe verständlich und nachvollziehbar sind, kann diese Angelegenheit relativ schnell erledigt werden. Sind jedoch die Gründe nicht nachvollziehbar, wird bereits beim ersten Mal eine kostenpflichtige Verwarnung ausgesprochen, welche ebenfalls im Personaldossier erfasst wird. Beim zweiten Vorfall erfolgt zwingend eine Verzeigung an das Statthalteramt. Bei groben Verstössen kann auch beim ersten Vorfall eine Verzeigung an das Statthalteramt erfolgen.


Kann ich in einer anderen Formation meinen Dienst leisten?

Es kann sein, dass aufgrund möglichen privaten/ beruflichen Veränderungen oder spez. Gegebenheiten das Bedürfnis besteht, sich in einen anderen Dienst einzuteilen. Solche Umteilungsanfragen werden genau geprüft. Es ist verständlich, dass dabei u. A. die jeweilige Funktion und das Alter eine entscheidende Rolle spielen kann, ob eine Umteilung möglich ist oder nicht. In einem solchen Fall ist das Gespräch mit dem Vorgesetzten und dem Kommandanten zu suchen.


Was habe ich für Pflichten?

Die Schutzdienstpflichtigen haben der dienstlichen Anordnung Folge zu leisten. Im Falle eines Aufgebotes müssen sie an der aufgebotenen Stelle einrücken und die damit verbundenen Dienstleistungen erfüllen.

Ergänzend ist das jeweilige Pflichtenheft für die entsprechende Funktion innerhalb der ZSO Uster.


Was habe ich für Rechte?

Die Schutzdienstpflichtigen haben Anspruch auf Sold und Erwerbsausfallentschädigung, Verpflegung, Transport und Unterkunft. Die AdZS sind während der Dienstzeit militärversichert. Bei der Berechnung der Wehrpflichtersatzabgabe werden ihnen die Ausbildungs- und Einsatztage angerechnet.

Der AdZS hat die Möglichkeit, sich innerhalb der ZSO Uster weiterzubilden und auch Kaderfunktionen wahrzunehmen. Dies u. a. auch aufgrund eigenem Engagement, jährlichen Qualifikationen und Gesprächen mit den Vorgesetzen. Kadermitglieder gestalten u. A. die Wiederholungskurse und setzen diese zusammen im Team um, damit die ganze Mannschaft sinnvoll, zweckmässig und kontinuirlich beübt werden kann.


Was ist mit dem EO-Beitrag, wenn der Dienst auf ein Wochenende oder auf einen Feiertag fällt?

AdZS, welche unselbstständig sind und im Monatlohn bezahlt werden, müssen ihre EO-Karte in jedem Fall dem Arbeitgeber abgeben. Es ist allein dem Arbeitgeber überlassen, ob er dem AdZS diese EO-Entschädung auszahlen will oder nicht. Der AdZS hat rechtlich gesehen keinen Anspruch darauf.


An wen muss ich die EO-Karte abgeben nach einem Dienstanlass und wer erhält die EO-Entschädigung?

Arbeitnehmer im angestellten Verhältnis müssen die EO-Karte dem Arbeitgeber abgeben. Bezahlt der Arbeitgeber dem AdZS für die Dauer des geleisteten Dienstes einen Lohn, so erhält der Arbeitgeber die Erwerbsausfallentschädigung.

Die nachfolgenden Personen reichen ihre EO-Karte der kantonalen Sozialversicherungsanstalt (SVA) in Zürich ein. Die Erwerbsausfallentschädigung wird ihnen direkt ausbezahlt.

-Personen, welche selbstständig erwerbend sind

-Personen, welche nicht erwerbstätig sind

-Personen, welche Arbeitnehmer und zugleich selbstständig erwerbend sind

-Personen, welche z.B. im Stundenlohn mit Arbeitszeiterfassung sind und welche die für die Dauer der

geleisteten Dienste nicht entlöhnt werden

-Personen, welche sich in einem Studium befinden und nicht erwerbstätig sind

Arbeitslose müssen die EO-Karte ihrem letzten Arbeitgeber einreichen. Wenn die letzte Arbeitgeberfirma nicht mehr existiert, ist die EO-Anmeldung an die kantonale Sozialversicherungsanstalt (SVA) in Zürich einzureichen.


Weitere Details -> siehe `Erwerbsersatzordnung`!

 

Wie ist der im Aufgebot ersichtliche Rechtsartikel zu verstehen?

Je nach Dienstanlass wird einer der folgenden Artikel gem. Bevölkerungs- und Zivilschutzgesetz (BZG) angegeben:

Art.-Nr. 33 = Grundausbildung:

-Schutzdienstpflichtige absolvieren spätestens bis zum Ende des Jahres, in dem sie das 26. Altersjahr vollendet haben, eine Grundausbildung von 14 – 21 Tagen. Personen, die für eine Spezialistenfunktion vorgesehen sind, können zusätzlich zu einer Zusatzausbildung von höchstens 7 Tagen aufgeboten werden.

Art.-Nr. 34 = Kaderausbildung:

-Schutzdienstpflichtige, die für die Kommandantenfunktion vorgesehen sind, absolvieren einen Kaderkurs für Kommandantinnen und Kommandanten von 21–28 Tagen. Sie werden vom Bund zu 14 Tagen und von den Kantonen zu 7–14 Tagen aufgeboten. Die Kantone tragen die ihnen anfallenden Kosten.

-Schutzdienstpflichtige, die für eine andere Kaderfunktion vorgesehen sind, absolvieren einen Kaderkurs von 7–14 Tagen.

Art.-Nr. 35 = Weiterbildung:

-Schutzdienstpflichtige in Kader- und Spezialistenfunktionen können innerhalb von vier Jahren zu Weiterbildungskursen von insgesamt höchstens 14 Tagen aufgeboten werden.

-Schutzdienstpflichtige nach Artikel 39 Absatz 2 können innerhalb dieses Zeitraums bis zu höchstens 7 Tage durch die Kantone aufgeboten werden. Die Kantone tragen die ihnen anfallenden Kosten.

Art.-Nr. 36 = Wiederholungskurse:

-Schutzdienstpflichtige werden nach der Grundausbildung jährlich zu Wiederholungskursen von 2–7 Tagen aufgeboten.

-Kommandantinnen und Kommandanten sowie deren Stellvertreterinnen und Stellvertreter können jährlich zu höchstens 21 weiteren Tagen aufgeboten werden.

-Schutzdienstpflichtige in den übrigen Kaderfunktionen und in Spezialistenfunktionen können jährlich zu höchstens 14 weiteren Tagen aufgeboten werden.

Für Einsätze zugunsten der Gemeinschaft (EzG) gilt der Artikel 27a gemäss BZG. AdZS können dabei jährlich zu weiteren 21 Tagen aufgeboten werden. Die Schutzdienstleistungen nach den Artikeln 27a und 33 – 37 dürfen insgesamt 40 Tage pro Jahr nicht überschreiten.